Lesekreis
Lesekreis zum Buch "Jesus von Nazareth" von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.
Der Papst schreibt ein Jesusbuch – und alle Welt liest es. Die Auflagenzahlen sind gigantisch. Noch vor kurzem schien es, als könne man im Westen nur mit Büchern Aufmerksamkeit erregen, die den Glauben und die Kirche skandalisieren. Dan Browns "Sakrileg", heute schon halb wieder vergessen, war das letzte Beispiel. Der Papst aber verkündet in seinem Buch eine Gute Nachricht: die Frohe Botschaft Jesu, das Evangelium. Dass es möglich ist, mit einem solch durch und durch positiven Glaubensbuch so große Aufmerksamkeit zu erzielen, ist kein schlechtes Zeichen. Der enorme Publikumserfolg hängt sicher mit dem hohen Amt des Autors zusammen, aber wohl auch mit einer Sehnsucht nach religiöser Orientierung, einem Hunger nach Spiritualität, einer Neugier auf Jesus, den alle irgendwie zu kennen meinen, aber doch immer wieder neu entdecken wollen.
Freilich: Das Papstbuch zu kaufen, heißt noch nicht, es auch zu lesen. Welcher Art ist dieses Buch? Wie ist es geschrieben? Welchen Anspruch erhebt es? Wie steht es im Vergleich mit anderen Jesusbüchern da? Vor allem: Wie stellt es Jesus dar? Das schreibt Thomas Söding zu Beginn (Seite 17f) seines von ihm herausgegebenen Buches "Ein Weg zu Jesus. Schlüssel zu einem tieferen Verständnis des Papstbuches.
Seit Juni 2008 trifft sich ein Kreis interessierter Menschen, um den Inhalt des Jesusbuches von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. zu besprechen und zu vertiefen. Der Lesekreis erarbeitet die einzelnen Kapitel des Buches, indem er zunächst „nur“ den Inhalt und auf diese Weise die spirituelle Tiefe des Buches zu erfassen und dadurch dem Anliegen des Buches, Impulse für den Glauben zu geben, gerecht zu werden versucht. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Termine im 1. Halbjahr 2010
Das Thema im Frühjahr und Sommer dieses Jahres wird die Botschaft der Gleichnisse Jesu sein. Benedikt schreibt dazu in seinem Buch: „Das Herzstück der Verkündigung Jesu bilden ohne Zweifel die Gleichnisse. Über den Wandel der Zivilisationen hinweg berühren sie uns in ihrer Frische und Menschlichkeit immer wieder neu. […] Hier spüren wir […] die Nähe zu Jesus, wie er lebte und lehrte, ganz unmittelbar. Aber zugleich geht es uns wie den Zeitgenossen Jesu und wie seinen Jüngern selbst: Wir müssen ihn immer neu fragen, was er uns mit jedem einzelnen der Gleichnisse sagen will (vgl. Mk 4,10).“ (S. 222)
Die nächsten Termine sind:
21. Februar: Wesen und Ziel der Gleichnisse. Eine Einführung (S. 222ff)21. März,18. April, 30. Mai und 20. Juni: Drei große lukanische Gleichnis-Erzählungen
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) (S. 234ff)
Das Gleichnis von den zwei Brüdern (dem verlorenen und dem daheimgebliehenen Sohn) und dem gütigen Vater (Lk 15,11-32) (S. 242ff)
Das Gleichnis vom reichen Prasser und vom armen Lazarus (Lk 16,19-31) (S. 252ff)
Die Treffen finden – falls nicht abweichend davon – jeden dritten Sonntag nach der Abendmesse (ca. 20 Uhr) in der Altentagesstätte des Pfarrzentrums St. Kilian in Lechenich statt.
Beachten Sie bitte auch die Angaben im wöchentlichen Informiert und im Kalender auf dieser Webseite.
Artikel: Das Jesusbuch von Benedikt XVI. (aus: Informiert 3/2008)


